Ausstellungen



22.05.2022 bis 16.10.2022

Der Kunstverein zu Gast in der LUDWIGGALERIE

PARALLELPROZESS – Jan Kolata und Paul Schwer

 

Der Kunstverein Oberhausen stellt in seiner Projektreihe PARALLEL in der Panoramagalerie und dem Kabinett der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen JAN KOLATA und PAUL SCHWER mit der Ausstellung Parallelprozess vor.

Jan Kolata entwickelt aus dem Wechselspiel von Bildräumlichkeit und Realraum die Ansätze für sein Schaffen. In diesem Zusammenhang nimmt die Untersuchung von Farbwirkungen und räumlichen Phänomenen der Farbe eine zentrale Rolle ein. Kolata bearbeitet die Leinwand, die auch schon mal drei mal acht Meter messen kann, auf dem Boden. Mit dem Flächenstreicher bringt er Farbschicht auf Farbschicht auf. Häufig schimmern zuunterst liegende Farbschichten durch und veranschaulichen so den Arbeitsprozess. „Nicht die Außenmaße eines Bildes spiegeln für mich die entscheidende Rolle, wichtig ist vielmehr, wie sich der Raum in den Bildern entwickelt“, so der Künstler. Kolatas Bilder zeigen die intensive Auseinandersetzung mit den Bedingungen der Malerei. Er bewegt sich dabei zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Eine gestische Malerei in fast expressivem Duktus, die ihre Vorbedingung auch in der informellen Malerei findet.

Ob als Bildhauer, Installationskünstler oder als Glasmaler bezeichnet – Paul Schwer experimentiert mit den Wirkungen von Material, Farbe, Form und Licht. Seine Werke sind vielfältig und komplex. Überlegungen, Assoziationen und Gedankenspiele fließen zu einem plastischen Kosmos zusammen. Dadurch ist gewährleistet, dass die daraus entstehenden Skulpturen ein Zeugnis einer malerischen Untersuchung und von hoher Subjektivität geprägt sind. Die Materialien dabei sind farbig bemaltes Plexiglas oder PET, aus denen unter Einfluss von Hitze verschlungene Objekte entstehen. Die farbintensiven Objekte greifen mit beeindruckender Präsenz in den Raum und fordern den Betrachter auf, im Gegenüber seine eigene Position zu finden.

Die beiden Künstler kreieren in der Panoramagalerie und im Kabinett des Kleinen Hauses der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen einen Ausstellungraum, in dem sich Malerei und Installation begegnen. Inwieweit die beiden harmonisch oder auch diskursiv aufeinandertreffen – darauf darf man gespannt sein.



18.09.2022 bis 15.01.2023

Räuber Hotzenplotz, Krabat und Die kleine Hexe

Otfried Preußler – Figurenschöpfer und Geschichtenerzähler

 

Otfried Preußler (1923–2013) zählt zu den bedeutendsten und prägendsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren. Neben den fantastischen und märchenhaften Geschichten, die er gekonnt zu erzählen weiß, sind es die markanten Illustrationen, die sich in das kollektive Gedächtnis mehrerer Generationen eingeschrieben haben. Das kleine Gespenst, das bei Tageslicht schwarz wird, die einhundertsiebenundzwanzig Jahre junge Hexe und der am Mühlenweiher lebende kleine Wassermann haben bis heute Einzug in viele Kinderzimmer gehalten. Verschiedene Zeichnerinnen und Zeichner haben den Figuren ihr charakteristisches und unverwechselbares Aussehen gegeben. Besonders bekannt sind die Illustrationen von F. J. Tripp, der dem Räuber Hotzenplotz sein markantes Äußeres verlieh.

 

In der Ausstellung finden auch Preußlers kuriose Wortneuschöpfungen Beachtung. Muhme Rumpumpel, Hörbe und sein Freund Zwottel zeichnen sich durch ihren sprachlich wie bildlich hohen Wiedererkennungswert aus. Preußlers Adaption der sorbischen Sage Krabat wurde 2008 erfolgreich verfilmt und ist nur ein Beispiel für die gelungene Übertragung seiner Geschichten in andere Medien.

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